Jörg Cezanne bei Walter - Tools in Frankfurt - Rödelheim

Keine Schließung von Walter-Tools in Frankfurt-Rödelheim!

Die Schließung des Werkes ist ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten. Sie haben es mit ihren Fertigkeiten und ihrem Wissen geschafft, eine erfolgreiche Produktion gefragter Werkzeuge zu realisieren.
Ich und mein Fraktionskollege Achim Kessler fordern das Management der Firma Walter auf, ihre Entscheidung zur Schließung des Standortes zurückzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Firma auf Innovation, Knowhow und Qualität setzen muss, wenn sie dauerhaft global agieren will. Daher kann in einer vernetzten Welt das Argument, wonach näher an den Konsumenten produziert werden solle, nicht ausschlaggebend sein.

Hintergrund:
Die Sandvik AB, zu der die Firma Walter gehört, ist ein an der Schwedischen Börse notiertes Unternehmen mit ca. 40.000 Mitarbeitenden weltweit. Etwa 10 Prozent dieser Beschäftigten arbeiten in Deutschland. Am Standort Frankfurt-Rödelheim sind rund 200 Mitarbeitende von der Entscheidung der Firmenleitung betroffen. In diesem Werk werden seit über 100 Jahren Werkzeuge hergestellt. Der Standort soll geschlossen werden und die Arbeit zu Standorten mit weniger gewerkschaftlicher Organisierung wie den USA (South Carolina), nach Brasilien, China und Frankreich verlagert werden.

Initiative Odenwaldbahn

Heute habe ich ausführlich mit der Initiative für die Odenwaldbahn über die Odenwaldbahn Stand jetzt, Pläne für den Ausbau auf der Gersprenztalbahn und eine mögliche zukünftige Elektrifizierung der Gesamtstrecke gesprochen. Außerdem sprachen wir über die Situation um Darmstadt, hier fiel der Begriff der „schienenbasierten Nordostumgehung“, die bereits existiert. Auch der Ausbau in den Ostkreis Richtung Groß-Zimmern wurde diskutiert.
Anschließend ging es um die Situation in und um Frankfurt und die Frage ob Tunnel und Ausbau benötigt werden um eine Kapazitätserhöhung zu erreichen. Laut den Fachleuten bietet auch das heutige Netz noch ausreichend Reserven, sofern es besser und effizienter genutzt wird.

Für mich als Verkehrspolitiker ein sehr interessanter und anregender Termin.

Hafen Magdeburg auf Wachstumskurs

Am 2. Juli 2019 besuchte Jörg Cezanne den größten Binnenhafen der neuen Bundesländer in Magdeburg. Dieser wird von der Transportwerk Magdeburger Hafen GmbH betrieben. Deren Geschäftsführer Herr Dr. Maly begrüßte den Bundestagsabgeordneten bei seinem Termin vor Ort und lud ihn zu einer Rundfahrt durch den Hafen ein, um ihm Einblicke zu gewähren und Informationen zu teilen.
Die am 18. März 1992 gegründet Transportwerk Hafen Magdeburg GmbH bewirtschaftet mit 74 Mitarbeitenden und 6 Auszubildenden den Magdeburger Hafen erfolgreich. Auf dem 625 ha großen Gelände hat sich in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Betrieben unterschiedlicher Gewerbe niedergelassen. So sind dort Firmen u.a. aus den Bereichen der Mineralöle, der Getreide, der Schrott- und Abfallverwertung sowie der Futtermittel ansässig. Zusammen geben sie rund 4500 Menschen aus der Umgebung eine sichere und gut entlohnte Arbeit. Auf der Rundfahrt durch den Hafen und über das Wasserstraßenkreuz Magdeburg betonte Herr Dr. Maly, dass sich die Beschäftigtenentlohnung an den Gehältern in den alten Bundesländern orientiere. Er verwies auf die Nähe zu anderen Industriestandorten in Braunschweig und Wolfsburg, die gut erreichbar seien und daher einen Maßstab im Wettbewerb um die Fachkräfte darstellten. Positiv hob er hervor, dass die Fluktuation des Personals gering sei. Viele der Beschäftigen arbeiten sehr gerne dort und haben einen sicheren Arbeitsplatz, da sich der Hafen auf Wachstumskurs befinde. Die über 200.000 m² Lagerflächen seien gut ausgelastet und der Hafen bemüht zusätzliche Flächen zu erwerben, um möglichen Interessenten freie Grundstücke anbieten zu können. Neben den Flächen ist der Hafen für viele Firmen interessant, da am Standort die Verknüpfung von wasser-, gleis- und straßengebundenen Verkehren gelingt. Mit einer eigenen Hafenbahn, Staplern, Baggern und Reachstackern sowie Portal- und Mobilkränen kann eine Infrastruktur angeboten werden, die von den ansässigen Betrieben gerne in Anspruch genommen wird. Aber auch die wasserstandsunabhängige Anbindung des Hafens an das Wasserstraßenkreuz trägt zur Attraktivität bei.
Mit besonderem Interesse informierte sich Jörg Cezanne über das Projekt Greenport, welches an dem Ziel arbeitet den Hafen möglichst nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten. So wird das Referenzterminal mit erneuerbarer Energie, welche mittels Windkraftanlagen direkt auf dem Hafengelände produziert wird, versorgt. Über diese steht auch ökologische Energie für die Landstromversorgung der Binnenschiffe bereit. Diese sind verpflichtet den Landstrom abzunehmen. Bezahlt wird dieser pauschal. Kostendeckend sei das noch nicht, bestätigte Herr Dr. Maly, aber das Interesse an der Nachhaltigkeit überwiege. Die Produktion von Bordstrom durch eigene Anlagen ist den Schiffen im Hafen daher auch nicht gestattet. Daneben kommt im Hafengelände auch eine Hybridlokomotive zum Einsatz und sind Elektroautos unterwegs. Perspektivisch soll auch eine eigene E-Tankstelle auf dem Gelände errichtet werden.

Bundespolitiker treffen auf Verbandsvertreter

Der diesjährige Verbandsbeirat tagte am 28. Januar in der Hessischen Landesvertretung in Berlin - diesmal zum Thema Deutschland vor der Europawahl 2019: Busse & Bahnen stärken. Neben der europäischen Eisenbahnpolitik ging es um die Rolle des ÖPNV zwischen Daseinsvorsorge, Umweltschutz und Wettbewerb sowie die Digitalisierung der Schiene. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verkehrsbranche nahmen wieder an unseren interessanten Gesprächen und Diskussionen teil. VDV-Präsident Ingo Wortmann forderte beim Thema Klimaschutz und Luftreinhaltung im städtischen Verkehr ein einheitliches europaweites Maßnahmenpaket.

Quelle: www.vdv.de/verbandsbeirat.apsx